Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln Rezept

Letzte Woche kam ich triefend nass aus dem Regen nach Hause – das Wetter war wieder typisch Frühling: grau, launisch, nass. Kaum hatte ich mich umgezogen und in die Küche gestellt, lag der unverkennbare Duft von frisch geschältem Spargel in der Luft. Mit der ersten cremigen Portion Sauce Hollandaise auf meinem Teller und diesen butterzarten Petersilienkartoffeln daneben war klar: Es wird richtig heimelig. Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln schmeckt für mich wie früher bei Oma am Sonntag – und das gibt’s jetzt ohne viel Aufwand auch bei dir zu Hause.

Inhaltsverzeichnis

Warum Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln immer geht

Für mich ist dieses Gericht mehr als ein Klassiker – es ist pure Frühlingsfreude auf dem Teller. Sobald die Spargelsaison losgeht, gibt es kein Halten mehr: Frisch gestochen, knackig, leicht erdig im Aroma, dazu diese cremige, buttrig-zitronige Sauce Hollandaise, die einfach alles besser macht. Und Petersilienkartoffeln? Die holen mit ihrer würzigen Frische selbst die letzte Erinnerung an kantinenmäßige Salzkartoffeln endgültig aus dem Kopf.

Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln ist das perfekte Wohlfühlessen, wenn man sich ohne Schnickschnack und ohne Aufwand nach ein bisschen Luxus sehnt. Es gehört auf jeden schönen Sonntags-Tisch – aber ehrlich? Es fühlt sich auch an einem Mittwochabend wie ein Festmahl an. Reste gibt’s praktisch nie, und die wenigen, die sich ab und zu reinschmuggeln, lassen sich fantastisch aufwärmen.

Was steckt in meinem Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln?

Die Zutaten sind simpel, aber jede einzelne bringt ihren ganz eigenen Charakter mit. Hier ein kleiner Überblick, wie sie zusammen das große Finale ergeben:

  • Spargel – der Star des Gerichts! Saftig, aromatisch und das Sinnbild für deutsche Frühjahrsküche. Besonders lecker, wenn du die weißen, gerade gestochenen Stangen bekommst.
  • Butter – sorgt gleich doppelt für samtige Textur: Einmal zum Garen des Spargels, einmal als Basis der Sauce Hollandaise und natürlich für die Petersilienkartoffeln.
  • Toastbrot – ein wenig überraschend, aber beim Garen im Spargelwasser verhindert es, dass der Spargel bitter wird. Es bindet eventuell freigesetzte Bitterstoffe.
  • Bio-Zitrone – bringt Frische und eine leicht herbe Note in Sauce und Sud.
  • Salz – hebt die Aromen und sorgt für Geschmack, ohne Überhand zu nehmen.
  • Kartoffeln – lieber festkochende wählen. Sie werden wunderbar buttrig und von Petersilie umhüllt.
  • Petersilie – gibt eine frische Kräuternote und macht die Kartoffeln richtig spannend.
  • Weißwein – bringt Leichtigkeit und ein Tick Säure in die Sauce Hollandaise. Kann durch einen Spritzer Apfelessig ersetzt werden, falls gerade keiner offen ist.
  • Lorbeerblatt – sacht-herbe Hintergrundnote in der Sauce.
  • Pfefferkörner – runden Sud und Sauce mit einer feinen Schärfe ab.
  • Schalotte – gibt Süße und Tiefe in der Hollandaise-Basis.
  • Eier – Eigelb ist das Geheimnis der cremigen, schmelzenden Sauce Hollandaise.
  • Pfeffer – direkt aus der Mühle für das Aroma, am besten schwarz und grob gestoßen.

See the recipe card below for the full list of ingredients and measurements.

So gelingen Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln Schritt für Schritt

  1. Kartoffeln vorbereiten: Schäle die Kartoffeln und schneide sie – je nach Größe – in Hälften oder Viertel. Garen sie in sprudelnd gesalzenem Wasser, bis sie innen schön weich, aber nicht matschig sind. Die Petersilie hackst du fein, damit sie später überall an den Kartoffeln haftet.
  2. Spargel schälen und kochen: Befreie den Spargel sorgfältig von der Schale, besonders das untere Drittel, damit später nichts faserig bleibt. Die holzigen Enden schneidest du ab. In einem großen, breiten Topf reichlich Wasser mit Salz, etwas Butter, dem Saft einer halben Zitrone und dem Toastbrot einmal aufkochen. Dann die Spargelstangen gently einlegen und lauwarm simmern lassen, bis sie zart, aber noch leicht bissfest sind. Das Toastbrot fängt dabei überzählige Bitterstoffe auf.
  3. Petersilienkartoffeln fertigstellen: Wenn die Kartoffeln gar sind, gieße sie ab. Gib eine ordentliche Portion Butter zusammen mit etwas Wasser in eine große Pfanne und erwärme das Ganze, bis eine emulgierte Mischung entsteht. Schwenke die Kartoffelstücke darin, damit sie überall mit Butter überzogen sind. Jetzt noch die gehackte Petersilie darüberstreuen und noch einmal rund um die Pfanne drehen lassen – alles glänzt und duftet intensiv nach Kräutern.
  4. Sauce Hollandaise ansetzen: Für die Sauce schneidest du die Schalotte sehr fein und gibst sie mit Lorbeer und Pfefferkörnern in einen kleinen Topf. Gieße den Weißwein dazu und lasse alles bei sanfter Hitze köcheln, bis sich das Volumen etwa halbiert hat. Seihe die Reduktion anschließend ab und lasse sie abkühlen.
  5. Eigelb-Creme aufschlagen: Die Butter in einem zweiten Topf schmelzen. Trennt die Eier und gib die Eigelbe in eine hitzebeständige Schüssel. Gieß die abgekühlte Reduktion dazu, verrühre alles und schlage die Schale dann über einem heißen, nicht kochenden Wasserbad auf, bis das Ganze cremig und locker wird.
  6. Hollandaise vollenden: Nimm die Schüssel vom Wasserbad, gieße unter ständigem Rühren die geschmolzene Butter in dünnem Strahl ein – immer schön langsam. Die Masse sollte glänzen, dicklich und standfest werden, aber nicht gerinnen. Mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone abschmecken. Optional: noch eine spezielle Gewürzmischung für Spargel, falls du magst.
  7. Anrichten: Der Spargel kommt auf vorgewärmte Teller, daneben die glänzenden Petersilienkartoffeln. Gieße die lauwarme Sauce Hollandaise großzügig über die Spitzen und lass dich vom Duft verführen – jetzt darf endlich gegessen werden!

Gute Tricks für das beste Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln Ergebnis

Nicht verzweifeln, wenn die Sauce Hollandaise einmal gerinnt oder zu flüssig scheint – das passiert den Besten. Falls sie stockt, hilft oft schon ein Teelöffel kaltes Wasser und erneutes Aufschlagen über dem Wasserbad. Ist sie zu dünn? Noch ein kleines bisschen weiche Butter einrühren, hilft fast immer.

Beim Spargelkochen unbedingt darauf achten, ihn nur gerade eben weich zu bekommen – verkochter Spargel wirkt schnell langweilig. Die Zeit variiert je nach Dicke der Stangen, probiere ab und zu nach, wann sie sich noch elastisch anfühlen. Nimm frische, möglichst gleich dicke Kartoffeln, damit alle gleichzeitig gar werden.

Lass dich vom Rest nicht stressen: Auch wenn die Sauce mal nicht perfekt aussieht, schmeckt sie hausgemacht immer besser als jede Fertigvariante.

Ideen und Variationen rund um das Spargelgericht

Lust auf ein bisschen Abwechslung? Zum Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln passen wunderbar ein paar Scheiben gekochter Schinken oder gebratener Lachs. Wer es noch klassischer mag, reicht zerlassene Butter mit Bröseln dazu – manchmal steckt im Einfachen das wahre Glück.

Du kannst das Gericht sommerlich leichthändig machen, indem du etwa eine leichte Zitronenvinaigrette statt Hollandaise ausprobierst oder frischen Dill mit unter die Kartoffeln mischst. Wer es würziger mag, gibt am Ende kleingeschnittenen Schnittlauch über alles.

Auch Brot darf nicht fehlen – ein einfaches Baguette taucht jede Sauce krümellos weg. Ein Glas trockener Weißwein ist fast schon Pflicht dazu, aber eine Schorle oder ein leichter alkoholfreier Spritz eignen sich ebenso.

Bleibt Spargel übrig, passt er am nächsten Tag wunderbar kalt mit etwas Dressing als Salat oder als Füllung für Omelette. Die abgekühlte Sauce Hollandaise lässt sich leicht wieder aufschlagen, wenn sie vorher sanft im Wasserbad erwärmt wird.

FAQs about Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln

Wie lange kann ich Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln aufbewahren?

Im Kühlschrank hält sich das Gericht gut bis zum nächsten Tag. Allerdings solltest du die Sauce Hollandaise separat und luftdicht verschließen, damit sie nicht fremde Aromen annimmt. Am besten genießt du alles frisch, da die Textur besonders direkt nach dem Kochen überzeugt.

Kann ich die Sauce Hollandaise einfrieren?

Klassische Sauce Hollandaise ist wegen ihres hohen Butter- und Eigelbanteils nicht wirklich zum Einfrieren geeignet. Sie trennt sich beim Auftauen leicht in ihre Bestandteile. Für eine längere Haltbarkeit empfiehlt sich lieber ein luftdichter Behälter im Kühlschrank und zeitnahes Verbrauchen.

Welche Kartoffelsorte eignet sich am besten für Petersilienkartoffeln?

Am leckersten werden Petersilienkartoffeln mit festkochenden Sorten wie Linda oder Annabelle. Sie bleiben beim Kochen in Form und nehmen die Butter wunderbar auf, ohne zu zerfallen. Mehligkochende Kartoffeln zerfallen zu schnell und werden pampig.

Wie kann ich das Rezept für Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln variieren?

Du kannst je nach Lust und Laune Räucherlachs, gekochten Schinken oder gebratene Garnelen dazu servieren. Auch mit grünen Spargelstangen funktioniert das Prinzip, sie haben einen kräftigeren Eigengeschmack. Zusätzlich sorgen gebratene Champignons oder ein wenig Bärlauch für eine frische Note.

Nach einem langen Tag bringt ein Teller von Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln sofort Gemütlichkeit auf den Tisch. Diese Kombination aus zartem Gemüse, cremig-würziger Sauce und herrlich duftenden Kräuterkartoffeln schmeckt nie altmodisch, sondern immer wie ein kleines Fest. Probier’s aus mit frischem Spargel aus der Saison und genieß einfach jeden Bissen – mit Freunden, Familie oder einfach für dich allein.

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Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln
Anneliese

Spargel mit Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln

Endlich wieder deutscher Spargel! Hier serviere ich ihn ganz klassisch, mit cremiger Sauce Hollandaise und Petersilienkartoffeln. Ein einfaches Rezept, aber unheimlich lecker. So schmeckt Heimat!
Prep Time 10 minutes
Cook Time 25 minutes
Total Time 35 minutes
Servings: 4 Personen
Course: Hauptgericht
Cuisine: Deutsch
Calories: 818

Ingredients
  

Zutaten
  • 1 kg Weißer Spargel
  • 25 g Butter
  • 2 Scheiben Toastbrot
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 EL Salz
  • 1 kg Kartoffeln
  • 50 g Butter
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 100 ml Weißwein
  • 1 Lorbeerblatt
  • 6 Pfefferkörner
  • 1 Schalotte
  • 3 Eier (Größe M)
  • 200 g Butter
  • Salz
  • Pfeffer

Equipment

  • Topf
  • Pfanne
  • Schüssel

Method
 

Anleitungen
  1. Die Kartoffeln schälen und je nach Größe halbieren oder vierteln und in gesalzenem Wasser gar kochen. Die Petersilie fein hacken.
  2. Abgießen und 10 Minuten vor dem Servieren die Butter zusammen mit 6 EL Wasser in eine große Pfanne geben und schmelzen lassen. Verrühren und sobald sich eine Emulsion gebildet hat, die Kartoffeln hineingeben.
  3. Die Kartoffeln in der Pfanne durchschwenken, bis sie rundum mit der Butter benetzt sind. Die gehackte Petersilie hineingeben und alles nochmal gut durchschwenken.
  4. Die holzigen Enden vom Spargel abschneiden und den Spargel schälen.
  5. Einen großen Topf aufsetzen und mit ausreichend Wasser füllen. Zum Kochen bringen und das Salz, den Saft einer halben Zitrone, die Butter sowie den Spargel hineingeben. Zum Schluss das Toastbrot im Ganzen hinzufügen.
  6. Den Spargel je nach Dicke ca. 12-15 Minuten gar kochen.
  7. Die Schalotte fein würfeln und zusammen mit den Pfefferkörner und dem Lorbeerblatt in einen kleinen Topf geben. Den Weißwein zufügen und bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit auf die Hälfte reduziert wurde.
  8. Die Flüssigkeit durch ein Sieb abgießen, beiseite stellen und abkühlen lassen.
  9. In der Zwischenzeit die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und beiseite stellen. Die Eier trennen und die Eigelbe in eine Schüssel geben, die auf den Topf für das Wasserbad passt. Die abgekühlte Weißweinreduktion zum Eigelb geben und alles miteinander verrühren.
  10. Den passenden Topf zu 1/3 mit Wasser füllen und bei kleiner Hitze zum Köcheln bringen. Die Schüssel auf den Topf setzen (sie darf das Wasser nicht berühren) und die Eigelbmasse so lange mit den Quirlen des Handmixers schlagen, bis sie eine cremige Konsistenz bekommt. Dadurch vergrößert sich das Volumen deutlich.
  11. Sobald eine voluminöse Creme entstanden ist, die Schüssel vom Topf nehmen und die geschmolzenen Butter in einem dünnen Strahl, nach und nach, mit dem Handrührer einrühren. Wird die Sauce zu fest, weil sie schon zu abgekühlt ist, nochmal kurz auf dem Wasserbad erwärmen.
  12. Die Sauce mit Salz und Pfeffer würzen. Nach dem Würzen mit etwas Zitronensaft abschmecken.
  13. Der Spargel kommt auf vorgewärmte Teller, daneben die glänzenden Petersilienkartoffeln. Gieße die lauwarme Sauce Hollandaise großzügig über die Spitzen und lass dich vom Duft verführen – jetzt darf endlich gegessen werden!

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